Die Koordination von MINT-Aktivitäten an der HAWK hat das Format "Erfinder*innenworkshop" entwickelt. 

Angelehnt ans Design Thinking haben sich die Teilnehmerinnen in Kleingruppen mit dem Thema „Schule in der Zukunft“ beschäftigt. Die Gruppen bestanden aus Schülerinnen zwischen 9 und 12 Jahren mit erwachsenen Tandem-Teilnehmerinnen.

Der Workshop wurde zum Anlass des internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft durchgeführt.

Design Thinking

Design Thinking ist eine Methode, um komplexe Probleme von allen Seiten zu betrachten und – im besten Falle – noch nie dagewesene Lösungen zu entwickeln.

Im Workshop: Herleiten einer Design Challenge

Die Teilnehmerinnen wurden zu Beginn des Workshops in Gruppen aufgeteilt. Nach einer methodischen und thematischen Einführung haben die Gruppen Interviews mit fiktiven Personen der Zukunft  geführt, nämlich: Weltenbummlerin und Mutter von zwei Schulkindern, Lehrerin, Chefin eines Unternehmens.

Die fiktiven Interviews thematisierten mögliche Auswirkungen von KI und moderner Technik auf Schule und Lernen. Durch selbst entwickelte Interviewfragen haben die Gruppen Schwerpunkte, Aspekte und Problemfelder festgelegt und daraus eine Fragestellung abgeleitet – die Design Challenge.

Wie werden soziale Interaktionen und das gemeinsame Lernen trotz zunehmendem Einfluss von KI und Technik gefördert?

In allen Gruppen entwickelte sich eine Design Challenge im Problemfeld „Wie können soziale Interaktionen und das Lernen von- und miteinander mit - oder trotz - dem zunehmenden Einfluss von KI und Technik gefördert werden?“.

Bedeutung von Schule in der Zukunft

Im Zuge der Design Challenge entwickelten die Teilnehmerinnen Ideen und Lösungen, die die Schule weniger als Lernort in der klassischen Form mit festen Inhalten (Kerncurricula) und Strukturen (altersgleiche Klassen, feste Stundenpläne, etc.) sieht, sondern als wichtige Begegnungsstätte in der: 

  • Menschen jeden Alters von- und miteinander Lernen

  • handwerkliche Fähigkeiten weiter gegeben werden

  • Gemeinschaft gelebt wird,

  • Sport, Bewegung und Kunst wichtig sind.

KI und Technik wurde dabei unterstützend eingesetzt (z. B. in Form eines hochentwickelten Schulroboters) um die Menschen in Kontakt zu bringen entsprechend ihrer Interessen, für Lerngruppen und in wechselnden Rollen als Lehrende und Lernende.

Nach dem Workshop: Stärkung von Selbstwirksamkeit

Die Teilnahme von Schülerinnen und Erwachsenen in Generations-übergreifenden Gruppen hat vielfältige Perspektiven auf das Thema "Schule in der Zukunft" zusammengeführt und war von einem sehr wertschätzenden Umgang geprägt. 

Die Schülerinnen haben die Erfahrung gemacht, dass ihre Gedanken, Wünsche und Ideen wertvoll und entscheidend sind.

Selbst zum Vorbild werden

Probleme als lösbare Herausforderungen zu betrachten und sich selbst als fähig und wirksam zu erleben kann Schülerinnen gerade auch in Bereichen stärken, in denen bisher weibliche Vorbilder noch unterrepräsentiert sind und geschlechtsspezifische Stereotypen und Klischees bestehen. 

Im Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen liegt aktuell noch ein sehr ungleiches Geschlechterverhältnis vor. In diesem MINT-Bereich sind sowohl nutzer*innen-zentrierte Lösungskompetenzen als auch die (technische) Entwicklung und Umsetzung von Ideen und Produkten wichtige Aspekte.

Der Workshop sollte das Interesse der Schülerinnen wecken oder stärken und sie dazu ermutigen, ihre Fähigkeiten aktiv einzusetzen.

Eckdaten

Organisation
Koordination MINT-Aktivitäten
Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät Ressourcenmanagement

Teilnehmerinnen
Schülerinnen zwischen 9 und 12 Jahren mit erwachsenen Tandem-Teilnehmerinnen

Zeitraum
14.02.2026

Ziel
Empowerment von Mädchen zur Entwicklung und Umsetzung eigener Ideen